Aktuelles

25.2.2018    12 Uhr

Vortrag

 

„Die Fremden in euren Häusern“

Referentin: Zofia Mąkosa

 

Ort: Museumsfoyer

Gebühr: Eintritt frei

(c) Małgorzata Mąkosa

 

Die Fontanestadt Neuruppin und die polnische Gemeinde Babimost in der Woidwodschaft Lebus verbindet seit 13 Jahren eine freundschaftliche Städtepartnerschaft. Babimost (ehemals Bomst) war bis 1945 eine deutsche Stadt nahe der polnischen Grenze.

 

Die polnische Buchautorin Zofia Mąkosa wird in ihrem Vortrag über die alten und neuen Bewohner der Region und über deren Geschichten erzählen. Sie thematisiert damit die größten Massenumsiedlungen in der europäischen Geschichte von 1939 bis 1946. Zofia Mąkosa sagt: „Ich glaube, dass die Erinnerung an die dramatischen Ereignisse von 1945 – 1946 eine relevante Ergänzung des Wissens über die Gegenwart sein kann.“

 

Die derzeitige Wechselausstellung „Pizza aus Polen – neue Nachbarn in alten Häusern“ im Museum Neuruppin ist Anlass, sich mit dem Vortrag auch der gemeinsamen Geschichte der Kriegs- und Nachkriegszeit zu widmen.

11.1.-11.3.2018

Kabinettausstellung

 

MEISTER DER GLASUR

Der Keramiker Richard Mutz in Gildenhall und Velten

© Museum Neuruppin

 

Der aus Altona bei Hamburg stammende Richard Mutz (1872-1931) gehört zusammen mit seinem Vater Hermann zu den bekanntesten Keramikern des Jugendstils. Berühmt wurde er durch die Verwendung der aus Japan stammenden Technik der Laufglasur. Die facettenreichen, matt-glänzend verlaufenden Farben auf hochgebranntem Steinzeug zierten Gebrauchs-, Zier- und Baukeramik und begeisterten die zeitgenössischen Kritiker.

 

Der Glasurenexperte Richard Mutz lebte und arbeitete von 1923 bis 1929 in der Kunsthandwerkerkolonie Gildenhall bei Neuruppin. Im Zentrum der Kabinettausstellung des Museum Neuruppin stehen Gebrauchskeramiken, die in seiner Werkstatt entstanden sind. Exponate aus früheren Schaffensperioden, während der er u.a. in Altona und Berlin-Wilmersdorf wirkte, zeichnen den Werdegang des Keramikers nach. Darüber hinaus werden Stücke gezeigt, die nach dem Tod von Mutz nach seiner Tradition in der keramischen Werkstatt Gildenhall produziert worden sind. Die Präsentation ergänzt und vertieft sinnfällig den Gildenhall-Raum der Dauerausstellung im 1. Obergeschoss des Altbaus.

 

Die Kabinettausstellung ist der erste Teil einer gemeinsamen Mutz-Ausstellung mit dem Ofen- und Keramikmuseum / Hedwig Bollhagen Museum Velten. Der zweite Teil mit einem Schwerpunkt auf Öfen und Baukeramik wird dort anschließend zu sehen sein.

3.12.2017-4.3.2018

Wechselausstellung

 

„Pizza aus Polen – Neue Nachbarn in alten Häusern“

„Pizza z Polski – Nowi sąsiedzi w starych domach“

 

Porträtiert von Andreas Kämper (Fotografie) und Martina Schellhorn (Text)

© Museum Neuruppin

 

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ hat die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung die Ausstellung „Pizza aus Polen – Neue Nachbarn in alten Häusern“ konzipiert. Wie der Vertrag mit Leben gefüllt wird und wie sich die Beziehungen zwischen deutschen und polnischen Nachbarn fern von der „großen Politik“ entwickeln, zeigt die Ausstellung am Beispiel der Gemeinde Mescherin in der Uckermark. Der Ort an der West-Oder litt lange unter Bevölkerungsschwund, doch seit einigen Jahren finden Menschen, deren Wurzeln jenseits der Oder liegen, hier ihr neues Zuhause. Porträts der alteingesessenen und neu zugezogenen, deutschen und polnischen Bewohner zeigen, wie sich das Leben mit den neuen Nachbarn in den letzten Jahren verändert hat. Sie verdeutlichen den gemeinschaftlichen Zusammenhalt, Freundschaften und Wünsche an die Zukunft - und warum Brandenburg eine lebens- und liebenswerte Heimat ist.

 

Eine Ausstellung der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

 

© Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

24.10.2017-5.3.2018

Ausstellung

 

Luther auf Papier

 

Ort: Bilderbogenraum im Neubau des Museums, 1. OG

© Museum Neuruppin

 

Die 500. Wiederkehr des Tages, an dem Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug, nahm das Museum Neuruppin zum Anlass, in der Dauerausstellung neben der Geschichte der Verlage Kühn, Oehmigke & Riemschneider und Bergemann einen besonderen Schwerpunkt auf die Produktion von religiösen Bilderbogen zu setzen.

 

Die Bilderbogen boten viele unterschiedliche Darstellungen mit christlichem Inhalt. Darunter waren Segenssprüche und Heiligenbildchen sowie Bildergeschichten zum Leben des Reformators Martin Luther. Sein Porträt stand auch Bibeln und erbaulichen Traktaten voran. Auf Bilderbogen erinnerte man an Feste zu Reformationsjubiläen oder konnte die Wartburg bei Eisennach als Modell aufbauen. Auch heutige Verleger von Kartonmodellen bieten zum 500. Reformationsjubiläum besondere Bastelbogen an.

Die Präsentation im Bilderbogenraum zeigt historische und neue Kartonmodelle, Bilderbogen und weitere Sammlungsobjekte.