9.7.-19.11.2017

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ | Eine Ausstellung zum 150. Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Neuruppin

 

Vernissage am 9. Juli 2017, 12 Uhr

Im Anschluss offizielle Übergabe der Chronik »150 Jahre Feuerwehr Neuruppin 1867–2017«

© museum neuruppin

 

230 Jahre nach dem Stadtbrand, 150 Jahre nach dem Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr und 112 Jahre nach Eröffnung des MINIMAX-Werkes widmet das Museum Neuruppin den Themen Feuer und Brandbekämpfung eine eigene Ausstellung.

 

Die Stadt Neuruppin ist bis heute geprägt durch den verheerenden Brand, der am 26. August 1787 zwei Drittel der Stadt zerstörte, sowie den darauf folgenden Wiederaufbau. Infolge der größten Katastrophe, die die Stadt je erlebt hat, wurden hunderte Familien obdachlos, etliche Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Die Ausstellung erinnert an dieses Ereignis, zitiert Reaktionen von Zeitgenossen und reflektiert das Gedenken an den großen Stadtbrand.

 

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in vielen deutschen Städten Freiwillige Feuerwehren, oft hervorgehend aus den damals populären Turnervereinigungen. In Neuruppin wurde am 6. August 1867 die Freiwillige Turner-Feuerwehr aus der Turngruppe um Carl Loose gegründet. Dies war der Ursprung einer organisierten Brandbekämpfung, getragen von vielen Freiwilligen, die seit 150 Jahren mit großem Engagement ihren Dienst tun. Die Ausstellung beleuchtet verschiedenste Aspekte der Freiwilligen Feuerwehr Neuruppin, von ihrer Gründung bis zur Ausrüstung.

 

Doch welche Mittel standen früher für die Brandbekämpfung zur Verfügung? Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Gerätschaften für den Kampf gegen das immer wieder drohende Feuer. In diesem Kontext ist für Neuruppin die Geschichte der Firma MINIMAX von ganz besonderer Bedeutung. Mit der Kombination aus technischer Innovation und einer breit angelegten Vermarktungsstrategie entwickelte sich die MINIMAX AG Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem weltweit agierenden Unternehmen. Die Ausstellung bietet einen Einblick in die historische Produktpalette des Feuerlöschgeräteherstellers.

 

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Neuruppin.

9.4.-25.6.2017
Knallrot, blitzblau, donnergrün! Faszination Papiertheater
 
Vernissage am 9. April 2017, 11 Uhr

© museum neuruppin

 

Das Museum Neuruppin präsentiert knallbunte Papiertheater vom 19. Jahrhunderts bis heute. Papiertheater sind Modelltheater, die auch als Kinder- oder Tischtheater bekannt sind und seit dem frühen 19. Jahrhundert der Unterhaltung im häuslichen Kreis dienten. Auf der kleinen Bühne spielten theaterbegeisterte Familien das Repertoire der großen Theater- und Opernhäuser Europas nach oder führten bekannte Szenen der Märchenwelt auf. Als Material für den Theaterbau und die Dekorationen sowie Figurinen nutzten sie Bilderbogen, die sie auf Karton klebten und ausschnitten.

Der Sammler Rüdiger Koch hat eine faszinierende Auswahl an Papiertheatern zusammengetragen, die – um Stücke aus dem Museum Neuruppin erweitert – in der Ausstellung gezeigt werden.

 

In Kooperation mit der Sammlung Koch          © INVISIUS

24.3.-2.4.2017

Zwischen Wasser, Grün und Schienenstrang. Städtebauliche Ideen für Neuruppin

 

Vernissage am 24. März 2017, 14 Uhr

© museum neuruppin

 

Im Rahmen der laufenden Ausstellung „Auszeichnung guter Bauten im Land Brandenburg“ zeigt das Museum Arbeiten von 27 ArchitekturstudentInnen der Jade Hochschule Oldenburg. Die Aufgabe bestand darin, Anregungen für die künftige städtebauliche Entwicklung des Neuruppiner Quartiers nördlich des Rheinsberger Tors ‑ zwischen Bahntrasse und Jahnbad ‑ zu entwickeln.

In der Stadtentwicklungskonzeption NeuruppinStrategie 2030 wird ausgeführt, dass das Quartier als historische Vorstadt langfristiges Entwicklungspotential aufweist. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtentwicklung, das die Studenten während ihres Aufenthalts in Neuruppin auch betreute.

 

Für die Planer war die komplexe Ortssituation besonders anregend. Diese setzt sich aus Altbaubestand (Wohnen und Gewerbe), Kleingärten, Grünflächen mit Baumbestand und dem Ruppiner See zusammen. Gleichzeitig ist die unmittelbare Nähe zur historischen Altstadt sowie der guten Zuordnung zum Haltepunkt Rheinsberger Tor ein bedeutender Standortfaktor.

5.3.-2.4.2017

»Auszeichnung guter Bauten im Land Brandenburg«

 Eine Ausstellung anlässlich der Preisverleihung des BDA Brandenburg
 

Vernissage am 5. März 2017, 12 Uhr

© museum neuruppin

 

Im November 2016 verlieh der Bund Deutscher Architekten – Landesverband Brandenburg e.V. zum vierten Mal den Preis „Auszeichnung guter Bauten im Land Brandenburg“. Von den 36 eingereichten Arbeiten wählte die Jury sechs Arbeiten aus, die eine herausragende architektonische und gesamtplanerische Qualität darstellen.
 
Die Arbeiten zeigen zeitgenössische Bauten in historischer städtischer oder ländlicher Umgebung, Umbauten unter denkmalgerechten Gesichtspunkten und moderne Erweiterungsbauten an historischen Gebäuden. Zu den sechs gleichrangig bewerteten Preisträgern zählte auch das Museum Neuruppin. Die Auszeichnung gilt den Bauten, dem gemeinsam errungenen Gesamtergebnis, und somit würdigt der Preis den Architekten wie auch den Bauherrn – im Falle des Museums Neuruppin die Springer Architekten GmbH und die Fontanestadt Neuruppin. Die fünfköpfige Jury lobte die Architektur, „die nicht nur Hülle, sondern auch Teil der Botschaften des Stadtmuseums ist“.
 
Die für den Wettbewerb eingereichten Arbeiten präsentieren das Museum Neuruppin und der BDA Landesverband Brandenburg in einer Ausstellung im preisgekrönten Anbau.

27.11.2016-26.02.2017

Bilderbogen selber machen | Neue Spiele mit alter Technik

Eine Ausstellung zum Mitspielen

Modernes Laufspiel © Museum Neuruppin

 

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse unseres Museumsprojektes, in dem sich Kindergarten- und Vorschulkinder bis hin zu Schülern der achten Klasse der Stadt Neuruppin spielerisch und kreativ mit den Neuruppiner Spielebogen beschäftigen.

Die Projektpartner sind der Evangelische Kindergarten, die Evangelische Schule, das Montessori Kinderhaus, die Montessori Schule, die Grüne Schule Wustrau sowie die Karl-Liebknecht-Schule in Neuruppin.

 

Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft,

Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg.

 

Logo_  Logo   Logo

11.09.-13.11.2016

Handwerk in Brandenburg | Fotografien von Frank Gaudlitz

Karosseriebau Hintze © Foto Frank Gaudlitz

 

Handwerksbetriebe prägen das wirtschaftliche und kulturelle Leben im Land Brandenburg. Sie passen sich traditionsbewusst und innovativ den Bedürfnissen ihrer Zeit an. In den Regionen sind sie wichtige Arbeitgeber und bieten vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven. Viele dieser engagierten Handwerkerinnen und Handwerker hat der Potsdamer Fotograf Frank Gaudlitz in ihren Werkstätten fotografiert. Ob Fischer, Karosseriebauer, Böttcher, Schuster oder Instrumentenbauer; seine Porträts zeigen Menschen, die ihr Handwerk mit Stolz und Leidenschaft betreiben und sich in einer vielseitigen Arbeitswelt zwischen Gewerbe, Lebensstil und Kunst behaupten. 

Eine Begleitausstellung zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2016 „handwerk‑ zwischen gestern & übermorgen“.

Ferien mit Feliks

Das Kinderferienlager der Staatssicherheit in Klausheide

 

Ferien mit Feliks

 

 

1976 errichtet das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) am Möllensee bei Neuruppin ein zentrales Lager für die Kinder seiner hauptamtlichen Mitarbeiter. Bis zu 500 Pioniere zwischen sechs und 14 Jahren können hier gleichzeitig ihre Sommerferien verbringen.

 

Zum Ferienprogramm der Kinder und Jugendlichen gehören neben den üblichen Unternehmungen auch vormilitärische Übungen. Das Gelände ist weitgehend abgeschottet von der zivilen Umgebung, zahlreiche Gerüchte kursieren unter den Bewohnern der umliegenden Ortschaften. Die Öffnung des Areals vor 25 Jahren ist daher von großer Neugier begleitet.

 

Die Ausstellung wirft erstmals einen Blick in das zentrale Pionierferienlager der Stasi in Klausheide bei Alt Ruppin. Sie zeigt, wie das Lager ab 1975 auf- und ausgebaut wurde. Gleichzeitig gibt sie einen ersten Eindruck davon, wie die Kinder ihre Ferien am Möllensee verbrachten und macht so einen verborgenen Ort sichtbar.

 

 

 

 

Anton Henning:

"Heimat schaffen - home is where the heart is (II)"

22. Februar bis 13. September 2015

 

© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

 

Der 1964 in Berlin geborene Anton Henning, den seine Künstlerlaufbahn seit Mitte der 1980er Jahre über Berlin, London und New York geführt hat, ist seit nunmehr über 20 Jahren in der Nähe von Neuruppin am Rhinluch verwurzelt. Er lebt und arbeitet dort mit ungebremstem Schwung an einem Werk, das sich schon auf Grund seiner schieren Opulenz, Vielschichtigkeit und Verspieltheit nicht in die gängigen Ismen der Kunstkritik einordnen lässt. Der Autodidakt Anton Henning malt, fotografiert, filmt, bildhauert, zeichnet, musiziert, entwirft und baut ganze Räume. Er fordert das Risiko geradezu heraus, Missverständnisse zu provozieren, und, ohne das Politische direkt anzusprechen, zu polarisieren. Im übertragenen Sinne zerlegt er die ganze Kunstgeschichte bis hin zur Gegenwart, um sie wieder neu zu konstruieren. Eine Art Gesamtkunstwerk.

 

Mit der Ausstellung "Heimat schaffen - home is where the heart is (I)" im Kurt Tucholsky Literaturmuseum in Rheinsberg (12. Oktober 2014 – 1. März 2015) tastet sich Henning in seinen teilweise frühen fotografischen Selbstinszenierungen mittels eines humorvollen Rollenspiels an den Begriff Heimat heran. Landschaftsdarstellungen der "Heimat" im Stil des Deutschen Impressionismus verklären das Heimatliche in pastoral-romantisierender Ölmalerei. Anton Henning ist ein Meister der schonungslosen (Selbst)Ironie, Doppeldeutigkeit und geradezu liebevollen Präzision.

 

Mit "Heimat schaffen - home is where the heart is (II)"  im Museum Neuruppin sorgt Anton Henning für einen fulminanten Eröffnungsauftakt des neuen Raumes für Wechselausstellungen. In der eigens für den Raum konzipierten Installation verbindet Anton Henning sakral anmutende Hinterglasmalereien mit subtilen Wortspielen, sich selbst persiflierende Pseudo-Road Movies, Aktdarstellungen und Landschaftsmalereien im Stil des späten 19 Jahrhunderts. Selbstportraits, Billboard-Collagen, abstrakte Skulpturen, Möbelobjekte und eine alles umschließende Wandmalerei zu einem liebevoll und zugleich subversiven, romantisch-ironisch formulierten Heimatbegriff.                    

 

Veranstaltungen zur Ausstellung

 

 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015 22.02.2015 11 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

Anton Henning:

"Heimat schaffen - home is where the heart is (II)"

 

Eine Zusammenarbeit mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Rheinsberg

01.03.2015

 

 

 

 

 

 

14 Uhr

 

 

16 Uhr

Halbzeit

Rundgang mit Anton Henning durch seine Ausstellung

"Heimat schaffen - home is where the heart is (I) und (II)"

 

Kurt Tucholsky Literaturmuseum Rheinsberg

 

Museum Neuruppin

© VG Bild-Kunst, Bonn 2015 18.03.2015 13 Uhr

Mittwochsführung

durch die Ausstellung

Anton Henning: "Heimat schaffen - home is where the heart is (II)"

 

 

Lorenz Kienzle | Ronka Oberhammer:

"Baustelle. Betreten erwünscht!"

18. Mai bis 9. Juni 2014

 

                                                                                                                   Foto: Lorenz Kienzle | Ronka Oberhammer

Die denkmalgeschützten Zimmer des Noeldechen-Hauses, die großzügigen Räume des neu errichteten Anbaus und die Veränderungen dieser Räume während der Bauzeit sind Gegenstand der fotografischen Betrachtungen von Lorenz Kienzle und Ronka Oberhammer. Die beiden Fotografen haben die über zwei Jahre andauernden Baumaßnahmen am Museum Neuruppin begleitet und eine einzigartige Dokumentation geschaffen. Ihre Aufnahmen thematisieren das Gebäude in einem Zustand des Übergangs, der für die Öffentlichkeit unsichtbar blieb.

 

Aufnahmen, die Lorenz Kienzle bereits 2005 im Museum Neuruppin gemacht hat, fordern zum Vergleichen und Erinnern auf. Alle Fotografien werden in unmittelbarer Umgebung ihrer Entstehung, in den frisch sanierten, aber noch leeren Räumen des Museums ausgestellt und laden dazu ein, das ganze Haus zu erkunden. Die Arbeiten sind eine Hommage an das größte Exponat des Museums: das Gebäude selbst.

 

Lorenz Kienzle (*1967) und Ronka Oberhammer (*1972) leben und arbeiten als freie Fotografen in Berlin.