14.5. - 25.9.2023 

 

WILHELM GENTZ (1822-1890) | Eine Schau zum 200. Geburtstag

Wilhelm Gentz: Der Prediger in der Wüste, 1888, Museum Neuruppin, Leihgabe Privatbesitz

Am 9. Dezember 1822 wurde Karl Wilhelm Gentz als zweiter Sohn des Unternehmers Johann Christian Gentz geboren. Früh wurde seine künstlerische Begabung deutlich. Mit 20 Jahren ging er zur Ausbildung
zunächst nach Berlin, später dann nach Paris. Auf ausgiebigen Reisen erkundete er Spanien und Nordafrika. Sein Blick war dabei sowohl auf das architektonische Erbe als auch auf die Landschaft und alltägliche Szenen seiner Gegenwart gerichtet. Von seinen Reisen zurückgekehrt, komponierte Gentz großformatige Bilder, die das Leben im sogenannten Orient schilderten.


In den Wanderungen durch die Mark Brandenburg schrieb Theodor Fontane in einer biografischen Skizze über Gentz „Er ist Kairo, Jerusalem, Konstantinopel, er ist Sklavenkarawane, Harem, Judenkirchhof
und dazwischen Wüste mit Tempeltrümmern und Pyramiden und Fluß und See mit Pelikanen und Flamingos.[…] Der Orient ist seine Welt und der Turban nicht bloß das Kleid, das ihn kleidet, sondern auch
das Zeichen, darin er siegt.“


2023 widmet das Museum Neuruppin dem Maler eine Wechselausstellung, bei der neben der umfangreichen Gentz-Sammlung des Museums auch Zeichnungen, Ölskizzen und Gemälde aus Privatbesitz und anderen Museen gezeigt werden. 


Anlässlich des 200. Geburtstags hält die ehemalige Leiterin des Heimatmuseums Neuruppin, Frau Dr. Irina Rockel, am 11. Dezember 2022 um 14 Uhr im Museum einen Vortrag zu Leben und Werk des
Malers.