Aktuelles

+++ Neue Wechselausstellung +++

 

14. Juni - 7. September 2020

"Faszination Alhambra" - Der Architekt Carl von Diebitsch

 

Ausstellungsplakat, Motiv: Carl von  Diebitsch: Löwenhof in der Alhambra,  Granada. 1846/47. Architekturmuseum  TU Berlin, Inv. Nr. 41509

Ausstellungsplakat, Motiv: Villa Gentz im Tempelgarten. Neuruppin, vor 1867.  Architekturmuseum TU Berlin, Inv. Nr. 41746

 

Die Bauten des preußischen Architekten Carl von Diebitsch (1819-1869) für die Neuruppiner Kaufmannsfamilie Gentz gehören zum spannendsten und wohl eigenwilligsten Kapitel in der Architekturgeschichte der Stadt Neuruppin. Die Ausstellung stellt die Neuruppiner Bauten in den Gesamtzusammenhang von Diebitschs Oeuvre. Das Herzstück der Ausstellung bilden jene Werke, die Diebitsch 1846/47 während einer Reise nach Südspanien anfertigte. Dort faszinierte ihn vor allem die Alhambra, die Stadtburg in Granada, die im 14. Jahrhundert von der islamischen Herrscherdynastie der Nasriden erbaut wurde. Die maurische Architektur der Alhambra ist der Schlüssel zum architektonischen Werk des jungen Architekten. Für die befreundete Familie Gentz setzte Diebitsch seine Ideen bei den Planungen für den Neuruppiner Tempelgarten 1855 zum ersten Mal im größeren Stil um.

 

Kuratiert von Silke Kreibich, M.A., Berlin. Mit Leihgaben aus dem Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin und den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern.

 

Die Neuruppiner Tuchmacherfamilie Ebell aus der Sicht eines Nachfahren

 

Im Rahmen der Überarbeitung der Dauerausstellung zeigt das Museum Neuruppin seit Anfang Mai einige private Leihgaben, die im Zusammenhang mit der Geschichte der Neuruppiner Tuchfabrik Christian Ebell stehen. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1795. Im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zur erfolgreichsten Tuchfabrik in Neuruppin. Der Großteil der Objekte wurde dem Museum von dem privaten Leihgeber Heinrich Reitz zur Verfügung gestellt. Herr Reitz ist als Nachfahre der Familie Ebell in Besitz eines umfangreichen Familienarchivs, das er größtenteils ausgewertet und transkribiert hat. Für Ende Mai war im Museum eine öffentliche Gesprächsrunde mit Herrn Reitz geplant. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen musste diese Veranstaltung auf den 23. September 2020 um 17:30 Uhr verschoben werden. Für Interessierte steht bereits jetzt ein Interview mit Herrn Reitz zur Verfügung. Der Beitrag gibt Einblicke in den neuen Bereich der Dauerausstellung sowie in sein Familienarchiv.

 

 

 

Das Museum Neuruppin digital entdecken

 

Bunt und populär – Neuruppiner Bilderbogen

Bilderbogen machen Neuruppin im 19. Jahrhundert weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Bilderbogen sind Einblattdrucke. Sie bringen aktuelles Weltgeschehen, Nachrichten von den Herrscherhäusern Europas, erbauliche Darstellungen, religiöse Motive und humoristische Begebenheiten unter die Leute. Sie sind lehrreich, unterhaltsam und vor allem bunt.

 

In Neuruppin gab es drei Verlage die Bilderbogen herstellten: Gustav Kühn, Oehmigke & Riemschneider und F. W. Bergemann. In ihren Kolorierstuben und Druckereien wurden insgesamt mehr als 20.000 verschiedene Bilderbogenmotive gestaltet und in einer Millionenauflage hergestellt.

 

Die Animation erzählt die Geschichte der Neuruppiner Bilderbogen und erklärt das Steindruckverfahren.

 

 

Bilderbogen für Kinder

Viele Bilderbogenmotive richteten sich an Kinder und Jugendliche. Sie dienten als Anschauungsmaterial für den Unterricht oder luden zum Basteln, Spielen und Ausmalen ein.

Wir haben aus unserer großen Sammlung vier Bogen zum Ausmalen herausgesucht, die Sie herunterladen und ausmalen können. Aber sicherlich fällt Ihnen und Ihren Kindern noch mehr dazu ein: Wie wäre es mit einer kleinen Runde Memory? Und wo verstecken sich die sieben Zwerge in Ihrer Wohnung? Schicken Sie uns ein Foto von Ihrer Idee. Wir möchten eine Auswahl davon in einer Galerie einstellen.

Viel Spaß beim Ausmalen, Ausschneiden und Spielen!

 

 

Die Sammlung des Museum Neuruppin

Das Museum Neuruppin besitzt heute mit mehr als 12.000 Blättern die größte deutsche Sammlung dieser populären Druckgrafik des 19. und 20. Jahrhunderts. Davon stammen 7.500 Bogen aus den Neuruppiner Druckereien, die restlichen Blätter zählen zu den Erzeugnissen europaweit angesiedelter Konkurrenzunternehmen. Einige Objekte aus der Museumssammlung finden Sie hier.

Weitere digitale Angebote

 

Das Museum Neuruppin nimmt Teil an dem Projekt museum-digital:brandenburg

 

Sie finden Exponate aus unserem Haus in virtuellen Ausstellungen zu Themen wie Brandenburg im Bild. Historische Stadtansichten aus dem Land Brandenburg.

 

Die spannende Ausstellung Kanope, Krokodil und Königsstuhl. Globale Geschichten in brandenburgischen Museen erzählt von Ausstellungsstücken, deren Verbindung mit Brandenburg sich meist erst beim zweiten Blick offenbart. In den Bildern, die unser Museum beigesteuert hat, zeigt der gebürtige Neuruppiner Wilhelm Gentz seinen Blick auf das Alltagsgeschehen im Orient des 19. Jahrhunderts.

 

Private Schriftstücke wurden für die virtuelle Ausstellung Populare Schriftzeugnisse digitalisiert.

 

An der Einbindung unserer gläsernen Objekte in die Ausstellung Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wird derzeit gearbeitet.

 

Natürlich können Sie auch direkt über den Museumseintrag Zugang zu den Objekten erhalten. Auch eine virtuelle Reise zu den anderen Museen in Brandenburg lohnt sich gewiss.

 

Zusätzlich bietet das Museum zwei Apps an. Die App "Museum Neuruppin" bietet einen Einblick in die Sammlung des Museums, indem sie einzelne Exponate der Dauerausstellung genauer vorstellt. Die App "Museum Neuruppin unterwegs" lädt zum interaktiven Spaziergang durch die Stadt ein. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Das Museum Neuruppin ist wieder für Sie geöffnet!

 

Wiedereröffnung 

 

Das Museum Neuruppin ist seit dem 30. April wieder geöffnet. 

 

Aufgrund der aktuellen Situation gelten folgende Öffnungszeiten:

 

Mittwoch bis Montag 11 bis 16 Uhr
Dienstag geschlossen


 

 

 

Um die Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus soweit wie möglich zu reduzieren, gelten für den Besuch des Museums Hygienevorgaben, über die wir Sie gerne informieren: Hygieneregeln als PDF

 

Ausstellungseröffnungen, Führungen, Workshops und andere Veranstaltungen können aufgrund der Infektionsgefahr vorerst leider nicht stattfinden.

 

Weitere Informationen zur Wiedereröffnung des Museums finden Sie in der Pressemitteilung vom 29. April 2020:
Pressemitteilung als PDF