AKTUELLES

Neue Wechselausstellung seit dem 3. Oktober 2021

100 Jahre Gildenhall

Von hier in die Welt 

Handwerk ∙ Kunst ∙ Kunsthandwerk

 

Am 7. August 1921 verkündete der Bauunternehmer Georg Heyer die Gründung der Gildenhaller Freilandsiedlung. Gildenhall wurde zu einem Synonym für die Verbindung von Handwerk, Kunst und Leben – verwirklicht in einer Arbeits- und Lebensgemeinschaft von Handwerkern, Architekten, Künstlerinnen und Künstlern auf eigener Scholle. Es war der Versuch, ein Lebensmodell zu finden, das sich abgegrenzte zu den großstädtischen Arbeits- und Lebensverhältnissen. Inspiriert von den Ideen des Deutschen Werkbundes und des jungen Bauhauses, stand Gildenhall für solides Handwerk, eine hohe praktische und ästhetische Qualität seiner Produkte sowie eine naturnahe Lebensweise.

 

Plakat: Gildenhall_I. Von hier in die Welt Blick in den Wechselausstellungsraum
  Blick in den Ausstellungsraum

 

Liebe Besucherinnen und Besucher!

 

die aktuelle Wechselausstellung 100 Jahre Gildenhall bespielt auch den Bilderbogen-Raum. Daher sind die Neuruppiner Bilderbogen zurzeit den Exponaten der Gildenhaller Künster:innen und Handwerker:innen gewichen.

 

Unsere App Museum Neuruppin unterwegs lädt ein zu einem digitalen Stadtspaziergang zu den Neuruppiner Bilderbogen. Weitere wissenswerte Informationen finden Sie bei unseren digitalen Angeboten.

 

„Gedanken-Koffer“ der Künstlerin Kathrin Ollroge in Neuruppin

Im September 2014 begann die Künstlerin Kathrin Ollroge ihren Projektzyklus „Raum für Gedanken“ in Neuruppin. In einem mobilen Raumkörper, einem angedeuteten Wohnzimmer, sprach die Künstlerin auf dem Schulplatz mit Passant:innen zum Thema interkulturelle Nachbarschaften. Sie tippte auf der Schreibmaschine mit, was ihr die Menschen berichteten.

 

Später sprach die Künstlerin auch mit Menschen in anderen Orten der neuen Bundesländer.

 

Die aufbereiteten Gespräche werden nun in einem Gedankenkoffer präsentiert. Unter einem überdimensionalen Tisch im Garten des Museums können die Besucher:innen Gesprächsprotokolle lesen und Podcasts aus dem gesamten Landkreis lauschen. Der Tisch symbolisiert eine Kommunikationsplattform, die dazu einlädt, sich auszutauschen.

 

Ins Gespräch kommen, Kontakt suchen, Gedanken teilen – das ist das Kernanliegen des Gedanken-Koffers.

 

Weitere Exemplare des individuell gestaltbaren Koffers sollen in den Regionen Lentzke/Fehrbellin, Rheinsberg, Lindow/Mark, Kyritz und Wusterhausen zur Verfügung gestellt werden – Orte, in denen Kathrin Ollroge 2014 und 2015 auch Menschen interviewte. Akteur:innen aus den Orten können gern Kontakt aufnehmen, wenn Interesse daran besteht, den Gedanken-Koffer zu nutzen oder auszustellen:

 

Kathrin Ollroge

www.gedanken-räume.org

 

Das Projekt Gedanken-Koffer im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.

 

 

Gedankenkoffer (Prototyp) der Künstlerin Kathrin Ollroge, Foto: Kathrin Ollroge

CORONA in Neuruppin

Gegenwart sammeln für das Museum der Zukunft

Sammlungsaufruf

 

Die aktuelle Corona-Pandemie ist in ihrem Ausmaß und ihrer zeitlichen Dauer ein weltweit einschneidendes Ereignis. Sie fordert die Menschen in ihrem Alltag heraus. Die Pandemie lässt wie ein Brennglas Versäumnisse der Vergangenheit und Herausforderungen der Zukunft deutlich hervortreten. Sie verändert unsere Gesellschaft nachhaltig.

 

Wie werden wir uns in Neuruppin an die Pandemie erinnern?

Im Museum Neuruppin wollen wir das Leben mit Corona für die zukünftigen Generationen festhalten. Hierfür suchen wir nach Fotos, Dokumenten, persönlichen Erinnerungsstücken und Alltagsgegenständen, die die Veränderungen und Herausforderungen in der Pandemiezeit in Neuruppin abbilden. Vieles ist denkbar: eine Stoffmaske mit besonderer Geschichte, die Einladung zum Impftermin oder Fotos aus dem veränderten Familienalltag. Wie sah der Kindergarten-/Schulalltag zuhause aus? Wie haben Sie Ihre Freizeit verbracht? Wie hielten Sie mit Freund:innen oder den Großeltern Kontakt? Welche Veränderungen in der Stadt haben Sie bemerkt? Auf welche Hilfsangebote sind Sie aufmerksam geworden? Haben Sie vielleicht neue Orte in der Stadt für sich entdeckt?

 

Sie möchten sich beteiligen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf und bringen Ihre Bilder, Objekte und Geschichten ins Museum. Sie erreichen uns telefonisch unter 03391-3555100 oder per E-Mail: . Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und Ihre Beiträge!