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„Kunst, echte Kunst überall.
Das gut Märkische schwindet, und der Zauber
italischer Ferne steigt vor uns auf.“
Voller Begeisterung beschrieb Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg die faszinierende Kunstsammlung auf dem Quastschen Gut Radensleben.
Darunter befanden sich bedeutende italienische Gemälde und Skulpturen des Spätmittelalters und der Renaissance, friderizianische Möbel und Porträts sowie ein großer Bestand an originalen Zeichnungen von Karl Friedrich Schinkel.
Diese Kunstsammlung ging vor allem auf Ferdinand von Quast (1807–1877) zurück, der nach seinem Besuch des Neuruppiner Gymnasiums und der Berliner Bauakademie als Schüler von Schinkel schließlich 1843 zum ersten preußischen „Konservator der Denkmäler“ ernannt und somit ein Begründer der modernen Denkmalpflege wurde. Ferdinand von Quast pflegte auch privat eine große Leidenschaft für Kunstwerke unterschiedlichster Epochen und Herkunft, die er in Radensleben, heute ein Ortsteil der Flächenstadt Neuruppin, zusammentrug.
Die Sammlung wurde Ende des Zweiten Weltkriegs teils zerstört, teils ausgelagert und von der Familie auf der Flucht nach Westdeutschland gerettet. Heute sind die
noch erhaltenen Kunstwerke weit verstreut. Teile der Sammlung werden in dieser Ausstellung erstmals wieder zusammengefügt.
Das Museum Neuruppin lädt herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 14 Uhr.
Bild zur Meldung: Titelmotiv: Unbekannter Künstler nach Antonio Rosselino, Maria mit Jesuskind und Engeln, Stuckrelief, Florenz um 1450, © Diözesanmuseum Freising, Foto: Walter Bayer
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