24. Oktober 2017 bis 8. Januar 2018

Luther auf Papier

 

Vernissage am 24.10.2017, 17 Uhr

© Museum Neuruppin

 

Die 500. Wiederkehr des Tages, an dem Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug, nahm das Museum Neuruppin zum Anlass, in der Dauerausstellung neben der Geschichte der Verlage Kühn, Oehmigke & Riemschneider und Bergemann einen besonderen Schwerpunkt auf die Produktion von religiösen Bilderbogen zu setzen.

 

Die Bilderbogen boten viele unterschiedliche Darstellungen mit christlichem Inhalt. Darunter waren Segenssprüche und Heiligenbildchen sowie Bildergeschichten zum Leben des Reformators Martin Luther. Sein Porträt stand auch Bibeln und erbaulichen Traktaten voran. Auf Bilderbogen erinnerte man an Feste zu Reformationsjubiläen oder konnte die Wartburg bei Eisennach als Modell aufbauen. Auch heutige Verleger von Kartonmodellen bieten zum 500. Reformationsjubiläum besondere Bastelbogen an.

Die Präsentation im Bilderbogenraum zeigt historische und neue Kartonmodelle, Bilderbogen und weitere Sammlungsobjekte. 

 

Zur Themenvertiefung werden zwei Vorträge angeboten: Im November untersucht Dr. Martin Steffens (Berlin) das Phänomen des Luther-Kults und die Luther-Gedenkstätten im 19. Jahrhundert. Im Dezember stellt Dr. Erdmute Nieke (Potsdam) verschiedene Aspekte der religiösen Bilderbogen vor und erörtert die Besonderheiten der Bogen, die sich mit Martin Luther befassen.

22. September bis 5. November 2017

(IM) AUGENBLICK

Ausstellung des Fotoprojekts ON THE MOVE

 

Vernissage am 21.9.2017, 18 Uhr

© museum neuruppin

 

Rednerinnen: Dorothea Leicht, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Museum

                          Neuruppin

                          Claudia Röttger, Gleichstellungsbeauftragte der Fontanestadt

                          Neuruppin

                          Anja Pietsch, Vereinsvorsitzende SocialVisions e.V.

 

Die Ausstellung (Im) Augenblick präsentiert die Fotografien von acht jungen tschetschenischen und syrischen Frauen, die in den vergangenen Jahren nach Neuruppin gekommen sind.

 

Die Fotografien entstanden im Rahmen einer mehrere Monate dauernden Workshop-Reihe für geflüchtete junge Frauen. In diesen Workshops setzten sie sich mit ihrer eigenen Person und den neuen privaten und öffentlichen Räumen auseinander.

 

Die Bilder spiegeln ihre Beobachtungen in der neuen Heimat und zeigen persönlich relevante Orte in Neuruppin, Porträts, Erinnerungen, Wünsche und Hoffnungen. Die Fotografien sind zugleich eine geographische als auch emotionale Verortung und bilden eine alternative Erzählung und Repräsentation der jungen Frauen.

 

Die Ausstellung beginnt in den Vermittlungsräumen und setzt sich in den Räumen der Dauerausstellung (Erdgeschoss) als Intervention fort. Während die Fotografinnen im ersten Teil anhand ihrer Arbeiten vorgestellt werden, treten die Fotografien selbst im zweiten Teil in einen Dialog mit der vorhandenen Ausstellung. So wird der Neuruppiner Stadtraum bei den Wanderungen durch die Mark Brandenburg thematisiert, die von Theodor Fontane beschriebene Bildnisgalerie um aktuelle Porträts erweitert und die Alltagsszenen von Wilhelm Gentz durch Detailaufnahmen von Alltagsgegenständen ergänzt, die Religion und Werte zum Thema haben.

4. Juli bis 3. September 2017

Willst du mitspielen? Kinderbücher von Jens Rassmus

 

Vernissage am 4.7.2017, 17 Uhr

© museum neuruppin

 

In Kooperation mit Querfeldzwei.

2. Kinder- und Jugendliteraturfestival

 

8. Dezember 2016 bis 29. Januar 2017

Robert W. Wagner | Ausstellung zum 80. Geburtstag des Künstlers

 

Vernissage am 8.12.2016, 17 Uhr

© Museum Neuruppin

 

Robert Werner Wagner, am 10. Dezember 1936 in Leipzig geboren, lebt und arbeitet seit 1992 in Neuruppin. Der Künstler lässt sich nicht festlegen - hochkomplexe Drucktechniken wie die Kaltnadelradierung interessieren ihn genauso wie farbige Handzeichnungen und Malerei. Anlässlich seines 80. Geburtstags gibt das Museum Neuruppin Einblick in Wagners künstlerisches Universum und zeigt Ansichten von Neuruppin, Grafiken zu märkischen Themen und zu Wagners langjährigem Arbeits- und Urlaubsort Ahrenshoop sowie Stillleben und Seestücke.

 

12. Mai bis 8. August 2016

Geschichten mit Flügeln

Kinderbuchillustrationen von Sonja Wimmer

 

Vernissage am 12.5.16, 18.00 Uhr

© Sonja Wimmer

 

Buchstaben mit Flügeln, die wie Schmetterlinge fliegen. Gegenstände und Worte, die sich in Haaren verweben. Buntschillernde Blumen, die blassgraue Räume überwuchern. Solch traumhafte und surreale Bildwelten erschafft die Illustratorin Sonja Wimmer, um zarte poetische oder auch fantastische Geschichten zu bebildern. Mit „Am Tag, als Saída zu uns kam“ hat sie eine Geschichte zum Themenbereich Flucht und Migration illustriert. Susana Gómez Redondo erzählt vom Ankommen in einem fremden Land, der Begegnung zweier Kinder und dem gegenseitigen Erkunden der jeweils fremden Sprache und Kultur. Sonja Wimmer übersetzt diese Geschichte in verträumte Bilder mit zarten Farben. Der Sprache – Worten, Buchstaben und Schriftzeichen – , die in der Geschichte eine große Rolle spielt, räumt sie auch in ihren Bildern einen besonderen Raum ein.

Nach einem Designstudium und mehrjähriger Arbeit als Grafikdesignerin in München und Brüssel, hat Sonja Wimmer in Barcelona an der „Llotja“, Hochschule für Kunstgewerbe, Illustration studiert. Seitdem hat sie mehrere Kinderbücher illustriert. Sonja Wimmer lebt und arbeitet heute in Passau.

3. Januar bis 28. Februar 2016

»Man müßte doch malen können.«

Eva Strittmatter – Gedichte

Hans-Jürgen Gaudeck – Aquarelle

 

Vernissage mit Lesung am 3.1.16, 15 Uhr

Wintersonne  

 

Die gebürtige Neuruppinerin Eva Strittmatter (1930–2011) gehört zu den meistgelesenen deutschen Lyrikerinnen. In klarer, schnörkelloser Sprache erzählt sie von Natur- erlebnissen und Liebesglück. Auch das Altern und das Scheitern der Liebe sowie das eigene Leiden daran sind immer wieder Thema ihrer Gedichte. 

Der Maler Hans-Jürgen Gaudeck (geb. 1941) hat ihre Gedichte für sich entdeckt und tritt mit ihnen in einen Dialog. Seine Aquarelle sind keine Illustrationen, sondern antworten mit einer eigenen Bildsprache. Wie Eva Strittmatter geht es auch ihm mehr um Stimmung und Atmosphäre als um einen flüchtigen Moment. Naturbeobachtungen werden zu Schilderungen von Seelenzuständen, der Jahreslauf gleicht dem fort- schreitenden Lebensalter und die Darstellung eines knallfarbigen Blütenmeers wird zur Metapher für intensives Liebesglück. 

Erlkönig, Frosch & Co

Kinderbuchillustrationen von Sabine Wilharm

 

verlängert bis zum 4. Oktober 2015 !

 

Sabine Wilharm_Zum Strand

 

Sabine Wilharm (*1954) hat an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg Illustration studiert und gestaltet Kinder- und Jugendbücher. Bekannt wurde sie u.a. durch die Covergestaltung der deutschsprachigen Harry-Potter-Ausgabe. In den Vermittlungsräumen des Museums Neuruppin zeigt sie die Originalgrafiken zu zwei Kinderbüchern.

Wilharm bebildert immer wieder Literaturklassiker für Kinder, so auch den Erlkönig von Johann Wolfgang von Goethe. Erweitert um eine Rahmenhandlung, wird die Geschichte neu interpretiert. Beim Kinderbuch Zum Strand von Patricia Lakin verschränken sich Text und Bild, Buchstaben werden zu Bergen oder purzeln durch das Bild. Erzählt wird dabei die Geschichte von vier Fröschen, die sich auf den Weg zum Meer machen.

 

In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendliteraturfestival „querfeldeins“

Karl Diefenbach

Lehrer und Künstler

 

verlängert bis zum 30. August 2015 !

Karl Diefenbach

 

Karl Diefenbach (1901-1968) wuchs in Süddeutschland auf. Er studierte von 1920 bis 1923 an der Kunstakademie in Kassel und legte zusätzlich Prüfungen zum Werk- und Zeichenlehrer ab. Mit der ersten Lehrtätigkeit an der Knaben-Mittelschule begann 1924 seine fast 40-jährige Lehrtätigkeit in Neuruppin. Nach der Rückkehr aus dem 2. Weltkrieg lehrte Diefenbach seit 1946 an der Fontane-Schule – wie auch seine Frau, die Mathematiklehrerin Magdalena Diefenbach. Karl Diefenbach unterrichtete Zeichnen, technisches Zeichnen und später auch Latein. 1964 schied Diefenbach aus dem Schuldienst aus. 1967 reiste er aus der DDR aus und zog nach West-Berlin. Ein Jahr später verstarb er.

Die Kabinettausstellung zeigt Aquarelle und Ölgemälde von Diefenbach. Exemplarisch für die Hauptthemen seines Schaffens werden Ansichten aus der Ruppiner Gegend, und von Landschaften, die er auf Reisen kennenlernte sowie Bildnisse gezeigt. Diefenbach porträtierte häufig seine Kollegen und Schüler.